
Beratungs- und Notschlafstellen
Praktische und einfach zu erreichende Angebote für obdachlose und von Obdachlosigkeit bedrohte Frauen und Familien gehören seit der Vereinsgründung im Jahr 1900 zur Arbeit des SkF e.V. Köln.
Seither wurden die Angebote immer wieder an die aktuellen Notlagen, an sich verändernde gesellschaftliche und soziale Bedingungen angepasst. Heute gehören verschiedene Hilfen von der Notschlafstelle bis zu Ambulanten Hilfen zum Selbständigen Wohnen zur Obdachlosenhilfe des SkF e.V. Köln.
Alle Angebote folgen der Überzeugung, dass die Würde der Betroffenen an oberster Stelle steht und gewahrt werden muss.
Leben auf der Straße
Frauen, die obdachlos sind, nicht wissen, wo sie hin sollen, finden in der Notschlafstelle Comeback einen Ruhe- und Schutzraum für eine Nacht oder länger – erst einmal auch anonym. Hier können sie übernachten, essen und sich ausschlafen, sie können duschen und ihre Wäsche waschen.
Die Mitarbeiter:innen der Notschlafstelle sichern den Zugang in das Hilfesystem und sorgen für die Weitervermittlung, eine Krankenschwester kümmert sich um ihren gesundheitlichen Zustand und stellt Kontakte zu Ärzt:innen her oder begleitet die Frauen dorthin, wenn es notwendig und gewünscht ist.
Das Comeback ist die einzige Notschlafstelle in Köln in die Frauen ihre Tiere mitbringen dürfen.
Die Notschlafstelle ist täglich zwischen 20.00 Uhr am Abend und 10.00 Uhr am Morgen geöffnet.
Aufnahmen erfolgen während der gesamten Nacht.
Hauptsache Respekt
Frauen, die schon lange auf der Straße oder in unsicheren Wohnverhältnissen leben, brauchen oft eine Zeit, bis sie Hilfe annehmen können. Zu schwierig sind die Lebensumstände und zu groß die Probleme und das Misstrauen.
Die Mitarbeiterinnen von „Respekt“ suchen die Frauen dort auf, wo sie sich aufhalten, lassen den Frauen Zeit, Vertrauen und Kontakt zuzulassen, um dann gemeinsam zu klären, was sie sich wünschen – von der weiteren ambulanten Begleitung bis hin zum Einzug in die eigene Wohnung.
Zurück in die eigenen vier Wände
Viele Menschen leben in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, die sich nichts sehnlicher wünschen als die Rückkehr in die eigenen vier Wände und damit die Rückkehr in ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben. "Viadukt" unterstützt Frauen und Männer, die wieder ein eigenes Zuhause wollen und sucht dazu Kontakte zu Vermieterinnen und Vermietern.
Ein Team von Immobilienkaufleuten und einer Sozialarbeiterin klärt die Wünsche und Anforderungen beider Seiten, stellt die Regelung von Miet- und Kautionszahlungen sicher und begleitet alle Parteien nach dem Einzug - damit die vier Wände ein Zuhause werden können.
Getragen wir das Angebot vom SkF e.V. Köln, dem Sozialdienst Katholischer Männer und der Diakonie Köln und Region. Finanziert wird diese Modellprojekt durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.
Hilfe für Seniorinnen
Obdachlose Seniorinnen, Seniorinnen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, Frauen, die durch das Leben auf der Straße vor der Zeit alt geworden sind – an diese Frauen richtet sich Sen[i]ora. Sie sollen nicht nur eine Wohnung oder zumindest eine sichere Unterkunft finden, sondern die letzten Jahre ihres Lebens in Würde verbringen können.
Wir unterstützen die Frauen durch verlässliche Beziehungs- und Kontaktangebote, die Klärung bestehender Ansprüche, die Suche nach einer altersgerechten Wohnung und wir stellen die hauswirtschaftliche und pflegerische Betreuung sicher.
Kein Geld, keine Perspektive,
keine Teilhabe.
Wer in unserer Gesellschaft nichts oder wenig verdient, hat es schwer. Doch welche Geschichten stecken hinter den Gesichtern? In diesem Bericht begleiten wir obdachlose Frauen und Männer in Köln.
Eine Reportage von Hans Jeitner für das domradio.de.